NW: Aus den Untiefen

Die letzten Wochen und Monate haben mein Blog an seine existenziellen Grenzen gebracht. Anscheinend ist ein Blog nämlich erst dann ein Blog, wenn es… wenn es regelmäßig gepflegt wird. In dieser Kategorie gibt es hier einige Defizite zu verzeichnen, einverstanden. Und sollte ich die definitorischen Grenzen weiter so übermäßig strapazieren, dann… aber das wollen wir doch nicht.

Wo war ich? Wer war ich? Spurensuche.

Durham, North Carolina. Ein gern und oft gesehener Gast in Perkins Library. Bekanntschaft mit Reinigungskräften um 4.30 Uhr morgens und daddelndem Mitbewohner um 7 Uhr. Mit Neuschnee und unheimlicher Stille um 5.30 Uhr auf dem Campusheimweg. Mit frühaufstehenden Heimatfreunden um 2 Uhr, online.

San Antonio, Texas. Remember the Alamo! Bizarre Zusammenkunft von republikanischem Lokalpatriotismus und multinationaler Ansammlung von Fulbrightern aus aller Welt (90 Länder!). Versuch, kaltes Corona im Pool auf dem Dach des Grand Hyatt zu genießen erfolgreich vom law enforcement unterbunden. Besser: hit the bars, endlich. Und das trotz britischem Erbe: Sperrstunde 2 AM.

Maui, Hawaii. Über den Wolken in der Mondlandschaft, auf 3000 Metern über dem Pazifik. Daumendrücken fur F.s Karre on the road to Hana. Durchhalten, nur noch einen Hügel! Farmer’s tan dank Sonne, Sommer, Autofahrt. Bauchansatz dank top chef und Pacifico Beer.

Berlin, Berlin. Und schliesslich, endlich wieder: X-Berg und Schmöckwitz, die wichtigste Frau von allen und die oberschlausten Schmocks von allen Stiftis. Im Waschsalon Max Weber lesen und auf dem Kickplatz: Was ne Serie! Nichts verlernt, der Junge. Aufgekratzte Überheblichkeit und dennoch heiteres Beisammensein.

Zuruck in RDU. Im Kopf noch einmal durchgehen: ATL, SAT, DFW, OGG, LAX, JFK, LHR, TXL. Jetzt Kopf frei machen. Die letzten vier Wochen Arbeit warten.

Und vielleicht mal Stückelsätze abgewohnen. Selbst wenn die Zeit so rast.